Lagerstättenwasser

Bildquelle: SPD Sottrum

In tiefen Erdschichten ist auch Wasser vorhanden, dieses Wasser wird zusammen mit dem Erdgas zu Tage gefördert und dann vom Gas getrennt. In diesen tiefen Erdschichten ist das Wasser aber nicht so sauber wie in den oberen Schichten, wo das Trinkwasser gefördert wird, sondern es ist mit Schadstoffen belastet. Die Konzentration der Schadstoffe ist je nach Region unterschiedlich. Im Bereich des Erdgasfeldes Völkersen ist dieses hauptsächlich Benzol. Um Missverständnisse auszuschließen, das Benzol ist bereits im Boden und wird mit dem Erdgas zu Tage gefördert, dieses hat noch nichts mit dem Fracking und den dort eingesetzten Chemikalien zu tun.

„Lagerstättenwasser ist die Bezeichnung für Wasservorkommen in tiefen Gesteinsschichten, die von Natur aus radioaktive oder giftige Stoffe wie Uran und Quecksilber enthalten können.  Bei der Erdgasförderung tritt dieses Lagerstättenwasser aus dem Bohrloch aus, wird aufgefangen und zu so genannten Versenkbohrungen befördert und dort wieder in die Tiefe gepresst. Auch hier kann ein Kontakt mit grundwasserführenden Schichten nicht für alle Zeiten sicher ausgeschlossen werden. Es existieren bis dato keine ausreichenden Prognosemodelle, um die sehr langsam ablaufenden Fließvorgänge und die Langzeitwirkungen dieser Technik abzuschätzen.“ Quelle Umweltinstitut München

Ein Mengenbeispiel:  Rund 3,45 Millionen Kubikmeter Abwasser aus der Erdgasförderung sind bis Dezember 2012 im Landkreis Rotenburg ins Erdreich gepumpt worden. Das sind 3,45 Milliarden Liter. Zum Vergleich: In eine Badewanne passen 200 Liter. Die RWE Dea hat viele Jahre im Trinkwassergebiet Panzenberg in Verden verpresst. Und auch wenn dies aktuell nicht geschieht, so weigert sich doch die RWE Dea die erteilte Genehmigung zurückzugeben. So kann also jederzeit wieder damit begonnen werden.

Keine Alternative zur Verpressung? :

„Von ExxonMobil wird derzeit die Aufbereitung der Abwässer als möglich, jedoch aus wirtschaftlichen Gründen als nicht machbar erachtet“ Quelle: Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik an der Leibnitz Universität Hannover, Gutachten zur Abwasserentsorgung und Stoffstrombilanz im Rahmen des Informations- und Dialogprozess der ExxonMobil

Ein Entsorgungsunternehmen aus Norddeutschland, welches bereits in geringen Mengen Lagerstättenwasser für die RWE Dea aufbereitet hat gegenüber dem Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt ausgesagt: "Wir können das Lagerstättenwasser reinigen, und würden auch gerne die Kapazitäten erhöhen. Aber das ist denen zu wohl zu teuer".

 

Datum: 
Samstag, November 2, 2013